Renate Krößner bleibt für viele untrennbar mit einer Rolle verbunden: der eigensinnigen Sängerin Sunny aus dem DEFA-Klassiker „Solo Sunny“. Doch ihre Karriere war weit mehr als dieser eine Film. Sie war Theater- und Filmschauspielerin, DDR-Star, spätere Fernsehdarstellerin im wiedervereinigten Deutschland und eine Künstlerin, die Figuren nie glatt spielte, sondern mit Ecken, Wärme und Widerstandskraft füllte.
Die Frage nach der Renate Krößner Todesursache wird bis heute häufig gesucht. Seriös lässt sie sich so beantworten: Renate Krößner starb am 25. Mai 2020 im Alter von 75 Jahren nach einer kurzen schweren Krankheit. Ihr Ehemann Bernd Stegemann bestätigte ihren Tod öffentlich; mehrere Nachrufe nannten eine Krebserkrankung, wobei private medizinische Details nicht umfassend öffentlich gemacht wurden.
Wer war Renate Krößner?
Renate Krößner wurde am 17. Mai 1945 in Osterode am Harz geboren und wuchs in Ost-Berlin auf. Schon früh spielte sie an einem Laientheater, später studierte sie an der Staatlichen Schauspielschule der DDR. Nach ihrem Diplom folgten Theaterengagements in Parchim, Stendal, Senftenberg und Brandenburg an der Havel.
Diese Theaterjahre waren wichtig für ihre spätere Wirkung vor der Kamera. Krößner hatte keine künstliche Star-Attitüde. Sie wirkte direkt, lebendig, manchmal rau, aber immer glaubwürdig. Genau diese Mischung machte sie später zu einer der markantesten Schauspielerinnen des ostdeutschen Films.
Ihre erste Filmrolle spielte sie bereits 1965 in „Tiefe Furchen“. In den folgenden Jahren war sie vor allem in Fernsehproduktionen zu sehen, bevor sie mit Kinofilmen wie „Eine Pyramide für mich“, „Die unverbesserliche Barbara“, „Zünd an, es kommt die Feuerwehr“ und „Feuer unter Deck“ stärker auffiel.
Renate Krößner Todesursache: Was ist bekannt?
Renate Krößner starb am 25. Mai 2020 in Mahlow bei Berlin, nur wenige Tage nach ihrem 75. Geburtstag. Offiziell wurde ihr Tod mit einer kurzen schweren Krankheit beschrieben. Die Deutsche Filmakademie veröffentlichte nach ihrem Tod die Nachricht ihres Mannes Bernd Stegemann, wonach sie zuhause, behütet und ohne Schmerzen eingeschlafen sei.
In mehreren Medien und Nachrufen wurde später von Krebs gesprochen. Da die Familie keine ausführliche öffentliche Krankengeschichte teilte, sollte die Todesursache von Renate Krößner nicht sensationsheischend behandelt werden. Sicher ist: Ihr Tod löste große Anteilnahme aus, besonders bei Menschen, die sie aus „Solo Sunny“, aus deutschen Fernsehserien oder vom Theater kannten.
Der Durchbruch mit „Solo Sunny“
Der große Wendepunkt in Renate Krößners Karriere kam 1980 mit „Solo Sunny“. In dem Film von Konrad Wolf spielte sie Ingrid Sommer, genannt Sunny, eine unangepasste Sängerin, die mit einer Band durch die DDR tourt und sich nach Anerkennung, Freiheit und einem selbstbestimmten Leben sehnt. Die DEFA-Stiftung beschreibt Sunny als Ost-Berliner Sängerin, die selbst entscheidet, was in ihrem Leben passiert, und kaum zu Kompromissen bereit ist.
Krößners Darstellung traf einen Nerv. Sunny war keine perfekte Heldin, keine brave Vorzeigefigur und keine reine Verliererin. Sie war verletzlich, stolz, widersprüchlich und voller Sehnsucht. Gerade dadurch wurde sie für viele Zuschauerinnen und Zuschauer so nahbar.
Für ihre Leistung erhielt Renate Krößner 1980 auf der Berlinale den Silbernen Bären als Beste Darstellerin. Die Berlinale würdigte sie später als eine Schauspielerin, die mit dieser Rolle das Publikum auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze erreichte.
Warum „Solo Sunny“ so wichtig wurde
„Solo Sunny“ war nicht nur ein erfolgreicher DDR-Film. Er wurde zu einem Stück Filmgeschichte, weil er ein Lebensgefühl zeigte, das im offiziellen Bild der DDR selten so offen sichtbar wurde. Der Film blickte auf bröckelnde Altbauten, Nachtclubs, Tourneebusse, kleine Bühnen, enttäuschte Hoffnungen und den Wunsch, trotz allem nicht angepasst zu leben.
Gedreht wurde der Film Ende der 1970er Jahre für das DEFA-Studio für Spielfilme. Die Premiere fand im Januar 1980 statt. Zur Besetzung gehörten neben Renate Krößner unter anderem Alexander Lang, Heide Kipp, Dieter Montag und Klaus Brasch. Die Musik stammt von Günther Fischer, der Gesang wurde von Regine Dobberschütz interpretiert.
Für Krößner wurde Sunny zur Rolle ihres Lebens. Das war Segen und Bürde zugleich. Einerseits machte sie der Film berühmt, andererseits blieb sie in der öffentlichen Erinnerung oft genau auf diese Figur festgelegt. Dabei zeigte ihre spätere Arbeit, dass sie ein viel breiteres Spektrum beherrschte.
Karriere nach dem Erfolg
Nach dem riesigen Erfolg von „Solo Sunny“ blieben große Filmangebote für Renate Krößner überraschend rar. Filmportal beschreibt, dass gute Rollenangebote trotz des Erfolgs weitgehend ausblieben. Ihr letzter DEFA-Film wurde „Einer vom Rummel“ von Lothar Großmann. Daneben spielte sie weiterhin in Fernsehproduktionen, darunter „Verflucht und geliebt“ und die Fontane-Verfilmung „Mathilde Möhring“.
1985 verließ Krößner nach mehreren Ausreiseanträgen gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Bernd Stegemann die DDR und siedelte nach West-Berlin über. Im Westen fand sie zunächst vor allem am Theater wieder Anschluss, unter anderem am Theater Basel, am Residenztheater München und an der Berliner Schaubühne.
Vor der Kamera wurde sie später besonders durch Fernsehrollen präsent. Sie spielte in Reihen wie „Tatort“, „Polizeiruf 110“, „Der Alte“, „Der letzte Zeuge“ und „Stubbe – Von Fall zu Fall“. Auch in „Liebling Kreuzberg“ blieb sie vielen Zuschauerinnen und Zuschauern in Erinnerung.
Spätere Rollen und Auszeichnungen
Renate Krößner blieb über Jahrzehnte beruflich aktiv. Sie arbeitete im Kino, im Fernsehen und auf der Bühne. Später war sie unter anderem in „Alles auf Zucker!“, „Marry Me!“, „Die Stadt und die Macht“, „Lindenstraße“ und „Der Lehrer“ zu sehen. Von 2017 bis 2019 spielte sie in „Der Lehrer“ eine tragende Rolle als Mutter der Titelfigur.
Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Neben dem Silbernen Bären erhielt sie unter anderem den Deutschen Filmpreis und den Grimme-Preis. Die Berlinale erinnerte nach ihrem Tod daran, dass sie zu den bekanntesten Schauspielerinnen der DDR und später des wiedervereinigten Deutschlands gehörte.
Privatleben: Bernd Stegemann und Familie
Renate Krößner war mit dem Schauspieler Bernd Stegemann verheiratet. Ihr Sohn Eugen ist ebenfalls Schauspieler. Zuletzt lebte sie in Mahlow bei Berlin, wo sie am 25. Mai 2020 starb.
Obwohl Krößner eine bekannte Schauspielerin war, blieb ihr Privatleben vergleichsweise geschützt. Sie war keine Künstlerin, die ihre Biografie ständig öffentlich ausstellte. Viel stärker sprach sie durch ihre Rollen, ihre Präsenz und die besondere Energie, mit der sie Figuren zum Leben brachte.
Warum Renate Krößner bis heute wichtig ist
Renate Krößner war keine Schauspielerin, die nur durch Schönheit, Glamour oder Prominenz wirkte. Ihre Stärke lag in ihrer Wahrhaftigkeit. Sie spielte Frauen, die etwas erlebt hatten, die kämpfen mussten, die sich nicht leicht einordnen ließen.
Gerade deshalb wirkt „Solo Sunny“ bis heute frisch. Sunny ist keine Figur aus einem Museum des DDR-Kinos. Sie ist eine Frau, die ihren Platz sucht, die sich nicht verbiegen will und die an den Erwartungen anderer reibt. Krößner gab ihr eine Stimme, ein Gesicht und eine Haltung.
Dass Menschen bis heute nach Renate Krößner Todesursache, ihrer Biografie und ihrer Verbindung zu „Solo Sunny“ suchen, zeigt, wie tief diese Rolle im kulturellen Gedächtnis geblieben ist. Doch ihr Vermächtnis besteht nicht nur aus einem Film. Es besteht aus einer jahrzehntelangen Arbeit, die das deutsche Kino und Fernsehen sichtbar geprägt hat.
Häufig gestellte Fragen zu Renate Krößner
Wer ist Renate Krößner?
Renate Krößner war eine deutsche Schauspielerin, geboren am 17. Mai 1945 in Osterode am Harz und gestorben am 25. Mai 2020 in Mahlow bei Berlin. Berühmt wurde sie vor allem durch ihre Hauptrolle als Ingrid „Sunny“ Sommer im DEFA-Film „Solo Sunny“. Später spielte sie in vielen deutschen Film- und Fernsehproduktionen, darunter „Tatort“, „Polizeiruf 110“, „Stubbe – Von Fall zu Fall“, „Lindenstraße“ und „Der Lehrer“.
Wer ist die Sängerin von „Solo Sunny“?
Im Film wird die Sängerin Sunny von Renate Krößner gespielt. Die Gesangsstimme stammt jedoch von der Jazzsängerin Regine Dobberschütz. In den Filmdaten der DEFA-Stiftung ist Regine Dobberschütz ausdrücklich als Gesangsinterpretin aufgeführt, während Günther Fischer die Musik verantwortete.
Wo wurde Solo Sunny gedreht?
„Solo Sunny“ wurde in der DDR produziert, vor allem mit starkem Berlin-Bezug. Zu den bekannten Drehorten gehörten Altbau- und Straßenszenen in Ost-Berlin, besonders im Umfeld von Prenzlauer Berg; außerdem wurden Szenen in Orten im heutigen Brandenburg gedreht. Die DEFA-Stiftung führt den Film als Produktion des DEFA-Studios für Spielfilme aus den Jahren 1978 bis 1979.
Wer war Solo Sunny?
„Solo Sunny“ ist der Titel eines DEFA-Films von Konrad Wolf aus dem Jahr 1980. Die Hauptfigur heißt Ingrid Sommer, genannt Sunny. Sie ist eine Sängerin aus Ost-Berlin, die mit einer Band auftritt, beruflich und privat enttäuscht wird und dennoch versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Gespielt wurde Sunny von Renate Krößner; die Gesangsstimme kam von Regine Dobberschütz

